Begegnungen auf dem Dach der Welt
Eine Fotoausstellung über die Menschen ,die unter beschwerlichen Lebensumständen in den Bergen des Himalaya leben und doch so intensiv Lebensfreude und Freundlichkeit ausstrahlen…
Ich habe die Himalayaregion seit 40 Jahren immer wieder bereist und bin berührt und beeindruckt von der großartigen Landschaft –und darüber hinaus von den Menschen, die unter schwierigsten Bedingungen dort leben und mit ihrer Freundlichkeit und Lebensfreude einen Kontrapunkt setzen zu unserer Wohlstandsgesellschaft und der Selbstverwirklichungskultur .
Ein Foto zeigt mich als junger Arzt , der in einem Bergdorf bei einer DAV-Reise 1982 eine Sprechstunde abhalten sollte . Die Begegnungen mit diesen Menschen haben mich sehr beeindruckt und mich immer wieder magisch in diese Regionen gezogen.

Ein anderes Bild zeigt die allgegenwärtige Neugier der ländlichen Bevölkerung , die uns beim „Touristenschießen“ auf ihre Handys bannen. Meist freuen sie sich, wenn wir ihnen ebenfalls unsere Neugier entgegenbringen, sie fotografieren und mit ihnen kommunizieren – mit Worten und Gesten .

Meine Reisen auf das „Dach der Welt“ waren immer wieder bereichert durch berührende Begegnungen :
- in Nepal, das zu den ärmsten Ländern der Welt gehört und doch so viel Gastfreundschaft und Lebensfreude vermittelt – zudem die wunderbaren Kinder mit ihren leuchtenden und auch neugierigen Augen,
- in Tibet, wo die Chinesen die alte Kultur am liebsten auslöschen würden, ein Bild des Dalai Lamas bereits als strafwürdig gilt , in den Schulen kein Tibetisch mehr gelehrt wird und in den größeren Orten mehr Han-Chinesen als Tibeter leben
- in Bhutan und Ladakh, wo der Buddhismus und alte Traditionen noch überlebt haben und sorgsam bewahrt werden.
Die Bilder erzählen Geschichten vom Leben in dieser kargen Landschaft : Sie zeigen Szenen des Alltags , der Verbundenheit der Menschen zum Buddhismus , Bilder von harter Arbeit , vom Schulbetrieb .
Und immer wieder Gruppen von Kindern und Erwachsenen, die sich gerne fotografieren lassen, mit leuchtenden Augen , freundlicher Neugier.
Der Buddhismus, oft mit Einbeziehung schamanistischer Götter und Rituale findet sich überall auf dem Dach der Welt – mit Manimauern, Stupas, Tempeln und Klöstern . Die Frömmigkeit der Bewohner ist beeindruckend. Kinder werden häufig im Kloster ausgebildet, leben dort im Internat .
Die Arbeitsbedingungen sind häufig sehr hart – wie Handarbeit beim Straßenbau und Transport schwerer Lasten auf dem Rücken von Mensch , Yak oder Mulis, die Arbeitsgeräte erinnern oft an längst vergangene Zeiten unserer Großeltern.
Aber selbst diese schwerst arbeitenden Menschen empfangen den Fremden oft mit einem neugierigen und fröhlichen Lächeln.
Ein Erlebnis ist auch der Besuch einer Schule – die Kinder kommen oft über stundenlange Fußmärsche hierher , in manchen Regionen sogar zu Pferde. Eindrucksvoll ist die erkennbare Disziplin – z.Bsp. bei der Essensausgabe.
Die westliche Welt hält in den letzten Jahren bereits Einzug – z.Bsp. mit bereits weit verbreiteten Handys, intensivem Straßenbau in vorher nur zu Fuß erreichbaren Regionen.
Die Ausstellung „Dem Himmel ganz nah“ ist eine Begegnung mit Menschen, deren Alltag von Herausforderungen geprägt ist, deren Herzlichkeit und innere Stärke jedoch tief berühren. Diese Menschen leben das Hier und Jetzt im Einklang mit ihrer Umgebung und Gemeinschaft. Sie regt zum Nachdenken an über unsere eigenen Maßstäbe von Reichtum, Glück und Lebensqualität.


















































